1855 - 1909: Die Firma Hermann Irle in Deuz – Gründung und Wachstum von Werk I

1855

Am 19. Juli wurde Rudolf Irle, Sohn von Jacob, geboren.

1862

erfolgte die Eintragung in das Handelsregister.

1865

Am 26. November wurde Albert Irle, der älteste Sohn von Karl Irle, geboren.

1873

Am 9. September wurde Otto Irle, 3. Sohn von Karl Irle, geboren.

1875

wurde die erste Dampfmaschine von 25 PS gekauft, da die vorhandene Wasserkraft nicht ausreicht.

1876

fand die Währungsumstellung von Thalern auf Mark statt.

Das Reinvermögen der Fa. Irle betrug laut einer Bilanz vom 15. Februar 138.506 Mark.

Am 18. November starb der Mitbegründer Karl Irle im Alter von 47 Jahren.

1877

Rudolf trat in den Betrieb seines Vaters ein und fungierte als Geschäftsführer bis zu seinem Tod.

1878

und 1879 wird die Dreherei in Werk I neu gebaut.

1884

folgte bereits ein weiterer Anbau an die Dreherei; ein Zeichen für die sprunghafte Entwicklung der Produktion.

Erste Walzen für die Papier- und Pappenfabrikation gegossen.

1885

Geburt von Willibald Raym am 3. April und Benno von Gumpert am 7. November, beide Schwiegersöhne von Rudolf Irle und später Geschäftsführer sowie Mithinhaber der Fa. Irle.

1886

Hedwig Irle, die älteste Tochter von Rudolf Irle und in zweiter Ehe mit Benno v. Gumpert verheiratet, wurde am 30. Oktober geboren.

1888

trat Albert Irle nach Absolvierung der Techniker-Schule in Wuppertal auch in die Firma ein und übernahm die Leitung der Gießerei, später dann die Geschäftsführung.

1891

Der letzte gußeiserne Ofen wird gegossen. Die Produktion von Walzen ist von 1850 an immer mehr in den Vordergrund getreten.

1890 bis 1900

Größter Aufschwung für die Firma Irle durch hohe Nachfrage nach kleineren Walzen. Ständiger Ausbau und Anstieg der Arbeiter von 18 (1890) auf 60 (1900).

1892

Am 10. September wurde Emmy Irle, die 3. Tochter von Rudolf Irle und Ehefrau von Willibald Raym, geboren.

1893

Einweihung eines neuen Flammofens mit 13t Leistung.

1894

Am 2. Juni starb Mitbegründer Jakob Irle. Im gleichen Jahr erhielt Albert Irle die Prokura.

1895

Eröffnung der ersten Motor-Omnibuslinie der Welt am 18. März von Deuz nach Siegen.

1896 bis 1902

wurde die Bearbeitung nicht nur in maschineller Hinsicht, sondern auch durch weitere Neubauten vergrößert.

1902

Geburt von Gertrud Irle, die jüngste Tochter von Albert Irle und seit 1921 mit Günther v. Gumpert verheiratet, am 26. Juli.

1903

Umbau des alten Flammofens auf ein Fassungsvermögen von 18 Tonnen. Im gleichen Jahr kaufte die Firma die alte stillgelegte Mahlmühle unterhalb Deuz auf dem Wege nach Netphen. Die Mahlmühle wurde als Kraftstation eingerichtet und ist heute das Werk II.

1904

erfolgte in beiden Werken die Umstellung von Öl- und Karbidbeleuchtung auf elektrische Bogenlampen.

1906

Verladeraum und Lagerhalle wurden neu gebaut. Inszwischen hatte auch die Kleinbahn Weidenau-Deuz mit ihren Anschlüssen das Werk erreicht.

Ein neuer Industriezweig entstand mit der Produktion von schwereren Walzen.

1907

Verlängerung der Gießerei um 27 Meter, einschließlich der Nebenhallen. Bau des Bürohauses, in dem heute noch die Hauptverwaltung untergebracht ist. In der Dreherei standen damals 22 Drehbänke, zwei Fräsmaschinen und eine Schleifmaschine.

1908

wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt.

1909

trat Philipp Fischer, ein Jahr nach seiner Heirat mit Hedwig Irle, in die Firma ein. Er übernahm die kaufmännische Leitung.