1946 - 1969: Aufstieg und Entwicklung nach 1945 – Werksausbau in den Nachkriegsjahren

1946

Permit der Militärregierung am 21. Januar zur Herstellung von Walzen und Gießereierzeugnissen. Die Produktion wurde wieder aufgenommem und bis 1951 die Demontageschäden durch Neukauf von Maschinen beseitigt und die Gießerei durch kleinere Anschaffungen verbessert.

1948

starb Albert Irle 83jährig an den Folgen eines Autounfalls; Günther v. Gumpert ein Jahr später, so dass Fritz Bohn als alleiniger Geschäftsführer bis zu seinem Tod im Jahr 1965 das Unternehmen leitete.

1950

In Werk I wird die Flammofenkapazität auf 25 t erhöht. Die erste Sphärogußwalze wird gegossen.

1951 bis 1952

Erweiterung der Dreherei durch einen Anbau. Neuanschaffung weiterer Maschinen.

1952

Durch ein Großfeuer wird die Gießerei in Werk II am 15. März vollständig zerstört. Der Wiederaufbau wurde sofort in Angriff genommen. Die Produktion des Vorjahres konnte trotzdem gehalten werden.

1953 und 1954

erfolgte in Werk I ein weiterer Ausbau der Bearbeitung durch Anschaffung von neuen Maschinen.

Der Maschinenpark in Werk II wird erneuert und erweitert, die restlichen Brandschäden werden behoben.

1954

Der Bau einer neuen Gießereihalle für einen 8-t-Elektro-ofen und die Montage des Ofens werden begonnen und am 25. April 1955 ihrer Bestimmung übergeben.

1955

betätigt Wirtschaftsminister Erhard die Kippvorrichtung zum ersten Abstich des Elektro-Ofens in Werk II, für den 1956 eigens eine neue Schmelz- und Gießhalle errichtet wurde. Im Sommer fällt die Entscheidung, die Gießerei in Werk I stillzulegen und in einem Neubau in Werk II die Gießereien zusammenzulegen.

1956

Der Maschinenpark von Werk II wird weiter ausgebaut.

1957

wird der Neubau der Gießerei mit der Verlängerung der Schmelzhalle um ca. 50 m weiter vorangetrieben; ein 4 t E-Ofen und ein 1,5 t Induktionstiegelofen sowie ein Heißwindkupolofen werden in Betrieb genommen. Die Herstellung von Stahlblöcken, die 1954 in Werk II aufgenommen wurde, wird wieder eingestellt.

1958

Die Gießerei Werk I wird im Juni endgültig stillgelegt. Das Schwergewicht liegt beim Ausbau auf Werk II.

1960

Am 27. Mai fällt der Entschluß, Werk I vollkommen neu zu bauen, um die Möglichkeit zu geben, die Bearbeitung von Werk II nach Werk I zu verlegen und zusammenzufassen. Diese Arbeiten wurden bei voll laufender Produktion ausgeführt und Ende 1961 abgeschlossen.

1962

Die Neubauten von Werk I, die Hallen 1 bis 8 der Dreherei, sind fertiggestellt worden.

1965

Tod von Werksdirektor Fritz Bohn. Die Geschäftsführung wird auf Dr.-Ing. Erich von Gumpert, Dr.rer. pol. Wolfgang Jacobs und Dipl.-Ing. Hartmut Mildner übertragen.

1967

Schleiferei (Halle 9) von Werk 1 wird in Betrieb genommen. Hier werden Kalanderwalzen weiterverarbeitet.

1969

Werk II, die Gießerei erfuhr einen weiteren Ausbau, der in diesem Jahr vollendet wurde.